Fußpilz – Eine Übersicht

Was Sie schon immer über Fußpilz wissen wollten

FußpilzDer Fußpilz ist längst zu so etwas wie einer Volkskrankheit geworden. Experten schätzen, dass allein in Deutschland bis zu 10 Millionen Personen davon betroffen sind. Es ist deshalb nur angebracht ausführlich darüber zu berichten.

Der Fußpilz und seine Folgen sind aber nicht nur unangenehm und unästhetisch. Es können sogar ernsthafte Erkrankungen daraus entstehen.

Was ist Fußpilz?

Bei Fußpilz – medizinisch mit dem Terminus Tinea pedis bezeichnet – handelt es sich um eine Pilzinfektion im Fußbereich. Die durch Fadenpilze – sogenannte Dermatophyten – hervorgerufene Hauterkrankung ist besonders häufig an feucht-warmen Stellen zu beobachten. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich Fadenpilze – von denen es über drei Dutzend verschiedene Arten gibt, die Menschen oder Tiere befallen können – in diesem Klima sehr wohl fühlen und hier besonders schnell wachsen. Daher tritt Fußpilz bei Menschen bevorzugt zwischen den Zehen und im Sohlenbereich des Fußes auf. Fußpilz auf den Nägeln oder an den Haaren auf dem Fuß sind allerdings nicht außergewöhnlich, da auch hier der Stoff – nämlich Hornmaterial bzw. Keratin – vorkommt, der durch Fadenpilze befallen wird.

Wie entsteht Fußpilz?

So entsteht FußpilzFußpilze können aus dem direkten Befall von feucht-warmen Hautpartien durch Fadenpilze resultieren. Begünstigend im negativen Sinne wirken hier Schuhe und Socken, die zu eng und nicht ausreichend luftdurchlässig sind. Zudem droht ein Befall, wenn Füße – etwa nach dem Duschen, Schwimmen, Baden oder nach körperlichen Anstrengungen – nicht ausreichend abgetrocknet bzw. gesäubert werden.

Die Übertragung von einer Person auf eine andere kommt recht häufig vor. Das geschieht häufig in Umgebungen, in denen viele Menschen barfuß unterwegs sind und in denen die Füße feucht werden – also beispielsweise im Schwimmbad, in der Sauna oder in der Gemeinschafsdusche. Die Übertragung geschieht beim Kontakt mit infizierten Hautpartikeln. Da der Mensch laufend abgestorbene Haut verliert, reicht es zur Vermeidung einer Ansteckung nicht aus, den direkten Hautkontakt zu vermeiden.

Untersuchungen zeigen, dass für Menschen mit verschiedenen Vorerkrankungen – etwa wenn sie unter der Zuckerkrankheit oder Durchblutungsstörungen leiden – ein signifikant höheres Risiko besteht, von Fußpilz befallen zu werden.

Wie erkennt man Fußpilz?

Obwohl sich die verschiedenen Fadenpilze leicht unterscheiden, kann man einen Befall durch Fußpilz relativ einfach erkennen. Anfangs sind lokale Hautrötungen und ein unangenehmes Jucken typisch. Wird der Pilz in diesem frühen Stadium nicht bekämpft, bilden sich oft Bläschen, die später auch nässen. Gleichzeitig quillt die Haut an den befallenen Stellen auf und wird unansehnlich gelblich oder weißlich. Die Haut wird rissig und das Juckgefühl schlimmer. Der Pilz kann sich ausbreiten und auch die Nägel befallen. Teilweise kommt es auch zu Entzündungen. Bei mangelhafter Hygiene – etwa wenn die Hände nach dem Kontakt mit dem Fußpilz nicht gründlich gewaschen werden – kann sich der Pilz auch auf anderen Hautpartien des Körpers ausbreiten.

Wie kann Fußpilz behandelt werden?

FußpilzGlücklicherweise kann Fußpilz in den meisten Fällen recht einfach und erfolgreich behandelt werden. Die besten und schnellsten Resultate erzielt man in der Regel, wenn die Behandlung schon bei den ersten Anzeichen erfolgt. Dafür stehen eine Reihe von Mitteln zur Verfügung, die zum größten Teil rezeptfrei erhältlich sind (Zum Beispiel ZetaClear oder Loceryl). Dabei handelt es sich vor allem um Cremes, Tinkturen oder Puder, mit denen die betroffenen Partien – gemäß den Angaben im Beipackzettel – bestrichen werden. Diese Antimykotika – so werden Arzneien, die zur Behandlung von Pilzinfektionen dienen, allgemein genannt – enthalten natürliche oder künstlich hergestellte Stoffe, die gegen die verbreitetsten Hautpilze wirksam sind. Eines der bekanntesten und effektivsten natürlichen Mittel ist Teebaumöl, das nicht nur das Wachstum von Pilzen verhindert, sondern sie auch effektiv zerstört. Allerdings ist von einer direkten Eigentherapie mit unverdünntem Teebaumöl dringend abzuraten, da es in der reinen Form gesundheitsschädlich ist. Hier sollte besser auf bewährte Präparate zurückgegriffen werden, die sorgsam aufeinander abgestimmte Inhaltsstoffe in geeigneten Konzentrationen enthalten. Damit ganz sicher alle Pilze abgetötet werden, darf die Behandlung nicht zu früh abgebrochen werden.

Teilweise wird additiv – ganz selten nur substitutiv – auch auf eine oral einzunehmende Lösung oder ein Spray zurückgegriffen. Hierbei verweisen besonders Naturmediziner bei homöopathischen Mitteln auf große Erfolge bei der Therapie von Hautpilzen.

Wenn sich die Pilzerkrankung aber auf andere Teile des Körpers ausweitet oder die Behandlung mit dem gewählten Antimykotikum keine Wirkung zeigt, sollte der Hausarzt oder besser noch ein Dermatologe konsultiert werden. Dieser kann nämlich gegebenenfalls andere Erkrankungen ausschließen, durch Tests den Pilz genau identifizieren und speziell gegen diesen gerichtete und deshalb besonders wirksame Mittel verschreiben.

Ist Fußpilz gefährlich?

Der Fußpilz selbst ist zwar durch den Juckreiz, den er auslöst, unangenehm und durch sein Aussehen wenig anziehend. Unmittelbar gesundheitsschädlich ist er aber in der Regel nicht. Nur bei sehr wenigen Arten von Fußpilzen – die zudem kaum verbreitet sind – ist auch ein Befall von Organen wie der Lunge möglich. Ein Fußpilz kann aber das Abwehrsystem der Haut schwächen, vor allem wenn dieses ohnehin schon durch eine Krankheit oder Therapie mit Medikamenten nicht optimal funktioniert. In diesem Fall haben einige Erkrankungen leichtes Spiel, mit denen das körpereigene Immunsystem ansonsten fertig geworden wäre. So steigt nicht nur das Risiko einer Thrombose, sondern es droht auch eine Wundrose, die teilweise sogar stationär behandelt werden muss.

Wie kann man Fußpilz vorbeugen?

Fußpilz vorbeugenEin hundertprozentiger Schutz vor Fußpilz ist kaum möglich. Allerdings kann man sich durch einige einfache Verhaltensregeln dennoch weitestgehend schützen. Nicht nur Sportler sollten auf atmungsaktive Schuhe und Socken achten und Letztere täglich wechseln. Personen, die für Pilzerkrankungen anfällig sind oder diese gerade überstanden haben, können zudem Schuhwerk und Strümfe mit geeigneten Mitteln desinfizieren. Untersuchungen zeigen, dass Hautpilzsporen in Textilien nach einer Wäsche bei mindestens 60 Grad Celsius nicht mehr nachweisbar sind.

Es ist außerdem ratsam, die Füße täglich zu waschen und danach – sowie nach dem Duschen oder Baden – sorgfältig abzutrocknen. Das gilt vor allem für die Zwischenräume der Zehen, die für einen Pilzbefall besonders anfällig sind. Beim Besuch eines Schwimmbades oder einer Sauna kann das Risiko, mit den Sporen des Fußpilzes in Kontakt zu geraten, durch das Tragen von Badeschuhen deutlich reduziert werden. Wird im Schwimmband eine Möglichkeit zum Schutz oder zur Desinfektion – etwa durch eine Sprühvorrichtung – geboten, sollte diese auch genutzt werden.

Ein Fußpilz ist lästig und kann auch nach erfolgreicher Bekämpfung immer wieder auftreten. Mit den richtigen Mitteln kann er jedoch erfolgreich und mit relativ geringem Aufwand behandelt werden. Das sollte auch unbedingt geschehen, da zwar der Fußpilz selbst im Regelfall nicht gefährlich ist, er aber zu ernsten Erkrankungen führen kann. Auch deshalb ist es empfehlenswert, durch Beachtung einiger Verhaltensregeln das Fußpilz-Risiko so weit wie möglich zu senken.

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