Nagelpilz ist keine tödliche, aber eine sowohl unschöne als auch gesundheitlich belastende Erkrankung. Wie alle Pilzerkrankungen breitet sie sich vor allem dann aus, wenn das Milieu geeignet und das körpereigene Immunsystem geschwächt ist.
Zu den Risikogruppen für Nagelpilz gehören unter anderem Diabetiker. Durch die Zuckerkrankheit werden die sogennanten Kapillargefäße angegriffen, wodurch sich Durchblutung und Schmerzempfinden reduzieren. Dies führt dazu, dass Diabetiker kleinste Verletzungen und Veränderungen im Bereich der Nägel nicht oder erst sehr spät wahrnehmen. Derartige Verletzungen, beispielsweise feine Risse oder Abschürfungen, sind jedoch ein hervorragendes Einfallstor für Nagelpilz.
Weitere Risikofaktoren sind generell Durchblutungsstörungen, wie sie etwa durch die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) hervorgerufen werden. Bei pAVK sind ausschließlich die Beine betroffen, bei denen es durch als Stenosen bezeichnete Gefäßverengungen zu verminderter Durchblutung kommt. Dadurch nehmen, ebenso wie beim Diabetiker, Schmerzempfinden und Durchblutung der Füße ab, die Füße sind häufig kalt und schwitzen, und Nagelpilz hat freie Bahn.
Ähnlich sieht es bei Rauchern aus. Es ist bekannt, dass Rauchen die Durchblutung reduziert und dadurch zu Herzinfarkten führen kann. Nagelpilz ist eine weitere Komplikation, die bei Rauchern gehäuft auftritt – ebenfalls durch die verringerte Durchblutung begünstigt.
Weitere Faktoren, welche die Entstehung von Nagelpilz begünstigen, sind etwa Krebsarten im Nagelbereich, ein geschwächtes Immunsystem oder auch Hautkrankheiten wie Psoriasis, im Volksmund Schuppenflechte genannt, bei denen der Körper dem Angriff durch Nagelpilzerreger keine ausreichende Verteidigung entgegenzusetzen hat.
Es ist zu bedenken, dass die Faktoren, die Fußpilzbefall erleichtern, auch die Erkrankung an Nagelpilz begünstigen. Zu enges oder schlecht belüftetes Schuhwerk, wie etwa Sportler es häufig über lange Zeiträume hinweg tragen, verschlechtert das Fußklima und kann so Pilzbefall herbeiführen. Auch Menschen, die häufig in der Sauna oder im Schwimmbad sind, haben ein erhöhtes Ansteckungsrisiko – nicht aus körpereigenen Gründen, sondern weil ihr Risiko, mit dem Erreger in Kontakt zu kommen, wesentlich höher ist als bei anderen Menschen.
Bei allen Risikogruppen gilt, dass gründliche Fußpflege oberstes Gebot ist. Besonders Diabetiker sollten ihre Füße regelmäßig untersuchen, auch einen Spiegel zu Hilfe nehmen, um kleinste Veränderungen zu bemerken. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Fuß- und Nagelpflege einem Spezialisten anzuvertrauen, der entsprechende pathologische Veränderungen direkt bemerkt. Schuhe sollten gut passen und regelmäßig gelüftet werden, und das Tragen von Socken aus Naturfasern sowie regelmäßige Fußpflege mit speziellen Cremes helfen, einer Infektion mit Nagelpilz vorzubeugen.

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July 19th, 2011
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