Sport und der Nagelpilz

Sport mit NagelpilzDer Nagelpilz ist eine Erscheinung, die man nicht immer sofort erkennt. Sie kann sich allerdings sehr schädlich auswirken und wird häufig mit dem Sport in Verbindung gebracht, weshalb vor allem sportlich aktive Menschen aufpassen und die Zeichen kennen lernen sollten.

So können sie der Entstehung und Ausbreitung von Nagelpilz effektiv entgegenwirken und müssen sich dabei in ihrem Sport nicht behindern lassen.

Sport ist doch gesund – oder?

Keine Frage, Sport ist gesund. Er ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, im Alltag fit zu bleiben und ausreichend Bewegung zu bekommen, wenn ihr alltägliches Leben diese nicht hergibt. Vor allem ist der Sport ein Hobby und eine Möglichkeit, die Gesundheit unabhängig von den Belastungen des Alltags zu stärken, das Immunsystem zu kräftigen und die Gedanken und Gefühle zu ordnen, sich einfach besser zu fühlen. Trotzdem sind Sportler anfälliger für Nagelpilz, und das kann verschiedene Ursachen haben. Mal sind es Massenduschen, in denen bereits Betroffene mit Gesunden in Berührung kommen und den Nagelpilz schnell weitergeben können, auch wenn der Duschbereich noch so gut desinfiziert und gereinigt wird. Mal ist es auch der eigene Schweiß und die Feuchtigkeit, die er nach sich zieht, die für Nagelpilz eine optimale Basis schaffen. Sportler können sich allerdings schützen, indem sie auf die Hygiene und einige Sonderregeln achten und gleichzeitig ab und zu den Füßen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, um Nagelpilz rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Massenduschen – der reinste Nährboden

Besonders gefährlich sind Duschen, die von mehreren Sportlern gleichzeitig genutzt werden. Das Risiko, dass einer der Sportlerkollegen bereits Nagelpilz hat, ist immerhin nicht gering – und diesen muss man auch nicht zwangsläufig erkennen können. Wenn man barfuß über die gleichen Böden läuft, können sich die Pilzsporen schnell einen neuen, gesunden Fuß suchen, auf dem sie sich ansiedeln. Deswegen sollten Massenduschen am besten gar nicht benutzt werden, wenn es sich vermeiden lässt. Falls man darum nicht herumkommt, ist die Hygiene in solchen Räumen wichtig. Betreten werden sollten Gemeinschaftsduschen nur mit Badeschlappen oder Flipflops. Die Füße dürfen den Boden nicht direkt berühren, denn andernfalls helfen die Schuhe auch nicht mehr. Nach der Dusche sollte man den Raum zwischen den Zehen abtrocknen und darauf achten, dass er nicht feucht bleibt. Sinnvoll kann auch die Behandlung mit einem desinfizierenden Spray sein.

Das Problem der Schweißfüße

Beim Sport schwitzt man, ohne dass man dagegen etwas tun kann. Selbst das beste Deodorant hilft nicht mehr, nur die richtige Pflege danach garantiert die Erhaltung der Gesundheit. Wichtig ist, dass man nach dem Sport die Socken sofort auszieht und duscht oder zumindest die Füße wäscht. So kaputt man danach auch sein mag, Schweißfüße brauchen umgehend Pflege – andernfalls steigt das Risiko des Nagelpilzes. Der Schweiß schafft nicht nur die passende feuchte Umgebung dafür, er reizt auch die Haut, wenn er nicht abgewaschen wird. Deswegen sollte man sich nicht dazu hinreißen lassen, zuerst auszuspannen und erst danach zu duschen oder es sogar zu vergessen, was sicherlich mehr Sportler machen, als man meinen könnte. Die Sportsocken sollte man außerdem bei mindestens 60°C waschen und ausreichend Waschpulver verwenden, zur Desinfektion und sorgfältigen Reinigung genügt das vollkommen. Genauso vorgehen kann man, auch wenn man bereits Nagelpilz hat und ihn loswerden möchte. Eine hilfreiche Anschaffung wären auch atmungsaktive Socken, denn sie sorgen dafür, dass schon während des Sports keine nassen Schweißfüße entstehen und das feuchte Milieu nicht lange genug erhalten bleibt, als dass der Nagelpilz einen optimalen Nährboden vorfindet.

Was tun mit nassen Schuhen?

Der Schweiß bleibt natürlich nicht nur in der Socke, er betrifft auch den Schuh und kann dafür sorgen, dass eine noch so durchdachte Sockenpflege nichts mehr bringt. Schuhe müssen ebenfalls getrocknet und gepflegt werden. Wenn sie beim Sport nassgeworden sind, sollten sie mit Zeitungspapier ausgestopft werden, da so die Feuchtigkeit aufgenommen werden kann und nicht im Schuh verbleibt. Außerdem sollte man von vornherein ein atmungsaktives Modell aussuchen, das Fußschweiß nicht so leicht behält und an die Umgebung abgeben kann. Sinnvoll wäre auch desinfizierendes Spray für Sportschuhe, das Keime und Pilzsporen abtötet und ebenfalls dafür sorgt, dass das Risiko der Erkrankung durch den Sport sinkt.

Sport ist nicht gleich Sport

fusspilz bei sportNicht jede Sportart steigert das Risiko des Nagelpilzes so sehr wie andere. Beim Fußball oder Langlauf besteht etwa ein weitaus höheres Risiko als etwa beim Reiten oder bei Fitness. Das liegt daran, dass die Füße bei den riskanteren Sportarten stärker belastet werden und auch einmal verletzt werden können. Kleine Schürfwunden oder Risse in der Haut entstehen schnell mal, und man bemerkt sie nicht immer sofort. Sie sind allerdings die Eintrittsstelle für Pilzsporen und machen es diesen leicht, den Nagel überhaupt zu befallen. Jeder Sportler sollte die Füße regelmäßig genau untersuchen und kleine Verletzungen ernst nehmen. Sie sollten desinfiziert und mit einer Salbe behandelt werden, die die Pflege beschleunigt, da der Nagelpilz so keine Chance hat. In dieser Zeit ist außerdem die Hygiene rund um den Fuß sehr wichtig und sollte noch gewissenhafter als sonst betrieben werden, da man dem Pilz so auch die letzte Chance nimmt, die Verletzung auszunutzen.

Sport und das Immunsystem

Nagelpilz ist eine Infektionskrankheit wie jede andere auch, damit wäre sie mit einer Erkältung vergleichbar. Und die entsteht bekanntlich, da das Immunsystem geschwächt ist und die Keime dadurch ihre Vermehrung vorantreiben konnten. Sport ist zwar gesund, doch nur, wenn er auch gesundheitsorientiert betrieben wird; andernfalls kann er das Immunsystem sogar schwächen. Einer zu großen Belastung sollte man sich nie aussetzen und muss selbst abschätzen können, wie viel man mitmachen kann und was der eigene Körper aushält. Training soll natürlich zum Ziel haben, die Kondition zu steigern und dem Körper immer mehr Leistung zu entlocken, allerdings darf man es auch nicht übertreiben und muss sich nach dem eigenen Tempo richten – auch, wenn es länger dauert, als man es sich vorgestellt oder gewünscht hat. Sportler müssen zudem auf eine gesunde Ernährung mit viel Protein und Gemüse und möglichst wenigen künstlichen, industriell gefertigten Inhaltsstoffen achten. Je mehr man aufs gesunde Immunsystem achtet, desto stärker wird es durch regelmäßigen Sport und lässt sich so schnell nicht schwächen. Und das ist auch gut so, denn so hat der Nagelpilz keine Chance.

Nagelpilz ist ein allgegenwärtiges Risiko für jeden Sportler. Wenn man jedoch auf die Hygiene und Gesundheit achtet, hat er kaum eine Chance. Vorsichtig sein sollten vor allem diejenigen Sportler, die besonders stark gefährdet sind. Leistungssportler müssen auf eine gesunde Ernährung, sorgfältige Fußhygiene und regelmäßige Kontrolle der Füße achten, dann kann ihnen wenig passieren.

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